An einer Schaltstelle der nationalsozialistischen Todesmaschinerie sass ein Mann, der eigentlich nur das Gute wollte: Kurt Gerstein, gläubiger Christ und Chemiker im Dienste der SS. Er war verantwortlich für die Versorgung der Vernichtungslager mit Zyklon B, dem Todesgift der Gaskammern. In die SS eingetreten war Gerstein nur darum, weil er Zeuge der Gräuel werden wollte und durch Sabotage den Massenmord zu bremsen hoffte. Im Frühling 1945 schrieb er in alliierter Gefangenschaft nieder, was er in den Lagern gesehen hatte. Kurz darauf fand man ihn aufgehängt in seiner Zelle.
Mitmachen, um Schlimmeres zu verhüten – das erinnert an den Physiker Werner Heisenberg, der angeblich nur desha ...