Angesichts der Toten und der Zerstörung, die der Hurrikan «Katrina» hinterlassen hat, fällt es erst einmal schwer, einen Schritt zurückzutreten und die Ruhe zu bewundern, mit der die Menschen im amerikanischen Süden der Katastrophe begegnet sind. Das liegt in der Natur der amerikanischen Katastrophenberichterstattung – von stillen Helden hört man erst mit Verspätung. Genauso wie vorschnell niemand ein Wort darüber verlieren wird, dass sich die Zahl der Opfer angesichts eines Sturmes, der über die dichtbesiedelten Küstenregionen von Louisiana, Mississippi und Alabama mit der Gewalt von mehreren Atombomben hereingebrochen ist, relativ in Grenzen hielt, weil Regierungsstellen, Sich ...