Lausanne
Gespenster sterben nicht, sie verstecken sich nur. So verhält es sich auch mit dem berühmten Röstigraben. In den vergangenen Jahren hatte man das Gefühl, die ominöse Kluft zwischen deutscher und welscher Schweiz sei mehr oder weniger vergessen. Seit nur noch eine kleine Minderheit der Romands von einem Beitritt der Schweiz zur EU träumt und auch andere umstrittene Fragen wie das Frühfranzösisch in den Deutschschweizer Primarschulen nicht mehr für heisse Köpfe sorgen, konnte man annehmen, dass die Grabenkämpfe an der Röstifront weitgehend der Vergangenheit angehören. Auch kam es bei den eidgenössischen Abstimmungen der letzten Jahre nur in wenigen Fällen zu ...