Eines von Wislawa Szymborskas Gedichten beginnt so (in der Übertragung durch Karl Dedecius): «Nichts kommt zweimal vor, / auch wenn es uns anders schiene. / Wir kommen untrainiert zur Welt / und sterben ohne Routine.» Als sie 1996 den Nobelpreis für Literatur erhielt, kannten sie ausserhalb Polens ein paar Kenner, und wie sie am 1. Februar 2012 in Krakau starb, vielleicht ein paar mehr. Wenn der siebzigjährige Trompeter Tomasz Stanko, inzwischen im Westen durch seine Produktionen bei ECM einer der bekanntesten polnischen Jazzmusiker, der grossen alten Dame der polnischen Lyrik respektvoll ein Epitaph widmet, ist ihm das eine Herzensangelegenheit. Nicht gerade wie die Verbeugung vor ...