Seit 1998 hatte Deutschland keinen echten CDU-Kanzler mehr, seit Helmut Kohl. Als Angela Merkel in Berlin zum vermutlich letzten Mal vor der Bundespressekonferenz auftrat, nannte sie auch auf Nachfrage nicht ein einziges Mal den Namen der Partei, deren Vorsitzende sie lange war. Die Ostfrau Merkel war über die CDU gekommen wie einst die Amerikaner über den Westen des Landes, die Mentalität dieser Leute blieb ihr fremd. Merkels Atomausstieg und ihre Migrationspolitik sahen aus klassischer CDU-Perspektive wie Umerziehungsprojekte aus. Je länger man zusammen war, desto fremder wurde man sich.
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