Zur Musik Sergej Prokofjews (1891–1953) fällt einem ein paradoxes Wort ein: anschaulich. Eine Gabe, die das ganze Schaffen des russischen Komponisten über gehäufte Stolpersteine hinweg prägte. Man mag’s persönlichen Stil nennen und dessen Wandelbarkeit bestaunen. Kein Zufall, dass Prokofjew im Kino reüssierte; seine Zulieferungen für das Filmgenie Eisenstein («Alexander Newski», «Iwan der Schreckliche») gelten als Meilensteine. Doch auch die sieben Sinfonien erreichen, zumindest teilweise, eine ähnliche Aussagekraft – und spiegeln frappant die Rösselsprünge eines grossen Musikers auf dem verschlungenen Pfad zu sich selber.
Diese sinfonische Siebnerschar serviert Valery Ge ...