Manchmal entscheidet man sich aus purer Not für das Buch eines Autors, von dem man eigentlich gar nichts mehr lesen wollte. Warum ich vor ein paar Jahren aufgehört habe, T.C. Boyle zu lesen? Weil mich seine adjektivgeschwollene Sprache störte und weil ich genug hatte von einem Autor, der alles ausspricht, nichts in der Schwebe lässt und sich offensichtlich an seinen eigenen Einfällen berauscht. Boyles Prosa trat mir zu selbstherrlich auf und verunmöglichte es mir, die eigene Fantasiemaschine in Betrieb zu setzen. Und dann sass ich also Mitte Januar für fünf Stunden in Luton fest, und der einzige Roman der Flughafenbuchhandlung, der mich einigermassen interessierte, war «Drop City» ...