Kein Komponist wurde – vielleicht mit Ausnahme von Mozart – von der Nachwelt so gesalbt wie Johann Sebastian Bach (1685–1750), der «Urvater der Harmonie» (Ludwig van Beethoven), der «Gesamtgeist» (Albert Schweitzer), der Klänge für die Ewigkeit erfand. Wen wundert’s, dass unzählige Biografen den Meister auch menschlich in den Himmel hoben. Seinen Lebensweg ohne falsche Pietät zu erzählen, haben jedoch nur wenige gewagt. Spielfilme über Bach gab es schon gleich gar nicht.
Immerhin: Die Westschweizerin Dominique de Rivaz hat es gewagt, Bach ohne frommen Augenaufschlag zu schildern, und erhielt dafür den diesjährigen Schweizer Filmpreis. «Mein Name ist Bach» ist natürlich ...