Bücher der Woche
Leben mit Sartre und Stalin
Vincent von Wroblewsky: Vermutlich Deutscher. Merlin. 264 S., Fr. 41.90
Jürg Altwegg «Auch meine Mutter hatte Stalin verehrt.» Es ist durchaus heilsam, wieder einmal einen solchen Satz zu lesen. Vincent von Wroblewsky, 1939 in Clermont-Ferrand geboren, in der DDR aufgewachsen, heute in Frankreich und Berlin lebend, Übersetzer und Herausgeber von Jean-Paul Sartres Werk, schreibt ihn im Rückblick auf seine Ankunft in dieser Welt: Er wurde fast auf den Tag genau einundsechzig Jahre nach dem «grossen Freund der DDR, Führer der fortschrittlichen Welt» geboren. Vincent von Wroblewsky erinnert an Picasso und die Stalin-Oden der Dichter Louis Aragon und Bertolt Brecht. Seine Mutter verehrte ihn als Sieger von Stalingrad, der vorentscheidenden ...

