Vom Rande eines Abgrunds, so bemerkte einst ein kluger Mann, hat man den besten Überblick – vorausgesetzt, man sieht nicht in die Tiefe. Heute, da die Corona-Pandemie die Welt an den Rand eines Abgrunds geführt hat, sollten auch wir dem Schwindelgefühl widerstehen und hinausblicken in die Weite und überlegen, wie es weitergehen wird nach der Apokalypse.
Bei diesem Blick ergibt sich kein durchgängig schwarzes Bild. Im Gegenteil: In dieser Katastrophe liegt auch eine Chance. Dass das Leben weitergehen wird, daran besteht kein Zweifel. Das griechische Wort «Apokalypse» bedeutet ja nicht Weltuntergang, sondern so viel wie Entschleierung. Sie enthül ...