Als es so weit war und die Süchtigen ihr Passwort abgeben mussten, war es ein Gefühl, als ob sie «die Seele verkauft», «den Wohnungsschlüssel abgegeben», «eine Beziehung beendet» oder den «ganzen Freundeskreis im Stich gelassen» hätten. Manche spürten «einen kleinen Stich im Herzen», bei anderen erhöhte sich der Puls, und sie bekamen schweissnasse Hände, als sie sich definitiv entschlossen, für einen Monat auf das soziale Internet-Netzwerk Facebook zu verzichten.Bis zu zehn Mal am Tag hatten sie ihr Profil besucht, Statusmeldungen gepostet, Fotos kommentiert oder Einladungen verschickt. Das Surfen auf Facebook war zum Ritual geworden, das dem Alltag überhaupt erst die nöt ...