Wahrscheinlich ist der Frühling die pornografischste aller Jahreszeiten. Ein Höhepunkt jagt den andern, Müdes wird wach, treibt aus, Samen explodieren, Blüten öffnen sich. Lange doch war tote Hose, Winter, die pathologischste aller Jahreszeiten, zumindest im Flachland und gefühlt, vieles erstarrt, farblos wie ein verblasstes Stillleben. Und man denkt im zarten Überschwang der Frühlingswelt, dass auch der Mensch jetzt wieder erwacht, sein Verlangen, der biologische Drang nach Paarung.
Kernaufgabe der Evolution: Pierre Auguste Cots «Frühling» 1 ...