Was würde Madame E.T. wohl heute raten? «Wie geht es mir, und wie geht es Frankreich?», wollte François Mitterrand jeweils wissen, wenn die Hellseherin Elizabeth Teissier im Elysée-Palast auf Visite kam. Sie las ihrem «cher scorpion», wie sie den Präsidenten nannte, aus den Sternen, wie er sich im Moskauer Putsch verhalten sollte. Wann ein günstiges Datum für die umstrittene Volksabstimmung des Maastrichter Vertrags sei. Wie er seine widerborstige Premierministerin Edith Cresson handhaben sollte.
Nirgends in Europa wird so viel gependelt und in die Kristallkugel geschaut wie im Heimatland der Aufklärung. Und jetzt ist wieder so eine Zeit, in der die nationale Zunft der knapp 1000 ...