Der Sprecher eines AKWs benötigt in der Regel nur einen Standardsatz, um seine Arbeit zu machen: «Die Sicherheit von Bevölkerung, Personal und Anlage war wegen des Vorfalls nicht beeinträchtigt.» Leo Erne, Informationschef des Kernkraftwerks Leibstadt, braucht diesen Satz häufig. Im Aargauer 1165-Megawatt-Meiler ereignete sich Ende April erneut ein meldepflichtiger Störfall, der dem AKW Leibstadt den Spitzenplatz als Atomkraftwerk mit den meisten Zwischenfällen definitiv bis ans Ende seiner Tage sichern wird. Seit 2000 musste das Werk insgesamt 24 Vorfälle rapportieren – drei Mal so viele wie die anderen Kraftwerke in Beznau, Gösgen und Mühleberg.
Allein die jüngste Pannenseri ...