Autohäuser waren die Bühnen bürgerlicher Sehnsüchte. Während Jahrzehnten pilgerten Familien zu Autohändlern, setzten sich in frisch gesaugte Interieurs, inspizierten nach Plastik riechende Kofferräume und fragten brav, ob sie von diesem Auto einen Prospekt bekommen könnten. Zu Hause studierte die Familie PS-Zahlen (ab den neunziger Jahren dann auch die Verbrauchswerte) und versuchte, auf den aufwendig gedruckten Farbkarten Kombinationen zu entdecken, die ihrem individuellen Glück entsprachen. Manchmal packte der Papa seinen Sohn am späten Abend noch in den alten Wagen und fuhr mit ihm zu einem Autohändler, um sich am hell erleuchteten Showroom-Fenster die Nase platt zu drücken. E ...