Lenins Schweizer Super-Spion
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Die Weltwoche

Lenins Schweizer Super-Spion
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Kommunismus

Lenins Schweizer Super-Spion

Niemand hat Moskaus Geheimdienste nachhaltiger geprägt als Artur Artusow. Der Sohn eines Schweizers war ein Vertrauter von Lenin und Stalin und rekrutierte Richard Sorge sowie Kim Philby. Sein Standardwerk war noch für KGB-Mann Putin Pflichtlektüre.
Am Ende waren es die eigenen Kollegen, die ihn abholten. Sie zerrten ihn aus dem Bett und schleppten ihn in die Lubjanka – das gefürchtete Hauptquartier jenes Geheimdienstes, den er selbst mitbegründet hatte: Fast zwanzig Jahre lang, von 1918 bis zu seiner Exekution 1937, hatte Artur Artusow, Sohn eines Schweizer Emigranten, Arbeitsweise und Selbstverständnis der sowjetischen Spionageorganisationen GPU, NKWD und KGB in Theorie und Praxis dauerhaft geprägt. Bevor Stalin ihn durch Genickschuss in einem Innenhof der Lubjanka hinrichten liess, hatte sich der Kreml-Diktator noch eine besonders abgefeimte Perfidie für seinen Meister­spion einfallen lassen. Er bezichtigte Artusow der Spiona ...
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