Svera war ein fröhliches, 16-jähriges Mädchen, westlich gekleidet und geschminkt, eine eingebürgerte Schweizerin, die leben wollte wie ihre Freundinnen. Vergangene Woche wurde sie von ihrem Vater Scheragha R., einem 51-jährigen Pakistani, mit einer Axt erschlagen.
Scheragha R. wollte nicht länger zusehen, wie sich das älteste der vier Kinder von den muslimischen Werten entfremdete. Statt Kopftuch trug sie Minirock, und statt in die Moschee ging sie lieber zu ihrem Freund Louis, einem Christen, DVD schauen. Der Patriarch konnte nicht akzeptieren, dass sich seine Tochter einem Land anpasst, das ihn aufgenommen und mit unzähligen Massnahmen, Sozialleistungen und Hilfsgeldern unterstü ...