Lesen auf Teufel komm raus
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Die Weltwoche

Lesen auf Teufel komm raus
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Lesen auf Teufel komm raus

Soll man Kinder mit allen Mitteln zu Lesern machen? Leseförderung scheint das Gebot der Stunde. Mit zahllosen Aktionen wird versucht, auch das Klettermädchen oder den Fussballbuben ans Buch zu fesseln. Experten sind skeptisch. Das Ganze sei kontraproduktiv.
Unsere Kinder sollen mehr lesen! Noch den letzten Büchermuffel will man zur Leseratte umpolen; der Aufwand, der betrieben wird, ist riesig: Lesesommer mit Preisen, Lesenächte an Schulen, Bücherbus, seit neustem gibt es sogar den Beruf der Leseanimatorin. Das ist alles gut gemeint. Lesen ist eine Grundkompetenz, wie es im Jargon heisst. Aber bringt der Aktivismus etwas? Kann man das Kind, das lieber Fussball spielt oder bastelt, zum Leser machen? Sollte man? Die Journalistin war selber ein Bücherwurm, lag nachmittagelang auf dem Bett und las. Sie kann gut lesen, das stimmt. Aber nicht basteln, nicht nähen – und was Sport anbelangt: Es geht so. Ihre Tochter ist genau so. Sie liest ein B ...
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