Darf man skeptisch werden, wenn Flüchtlinge plötzlich in «Geflüchtete» umbenannt werden sollen? Lukas Gasser, Chur
Wir leben in einer Zeit der Umbenennungen. Studenten werden zu Studierenden, Lehrlinge zu Lernenden, und jetzt hat’s den Flüchtling erwischt, dessen kleinste Sorge es vermutlich ist, wie man ihn bezeichnet. Das Wort «Flüchtling» ist männlichen Geschlechts, was in den Augen von Gender-Enthusiasten ein Makel ist. Einige Wörter mit dieser Endung sind negativ besetzt: Emporkömmling, Feigling, Weichling. Andere ganz und gar nicht: Frühling, Liebling, Säugling. Ich sehe keinen Grund, Flüchtlinge umzubenennen. Das Wort hat nichts Anrüchiges, war es doch 2015 «W ...