Natürlich «darf» man das. Denn das ist kein Problem des Dürfens, sondern einerseits ein Problem des Sollens und andererseits eines des Könnens. Ergo: Kann man es? – Ja und nein. Es ist nämlich gar nicht so einfach, bewusst die Augen zu verschliessen vor Dingen, die nur allzu klar vor Augen stehen. (Z.B., dass es einigermassen genau definierbare Grenzen ökologischer Übernutzung gibt. Werden sie überschritten, kommt es zu Kippeffekten, schockartigen Veränderungen, deren Folgen nicht mehr recht zu prognostizieren sind.) Doch exakt das tun wir alle – irgendwie. Etwa durch den beruhigenden Trost, dass bis jetzt doch alles gutgegangen sei. Die Psychologie spricht da von «Rationalisi ...