Kafkaesk
Nr. 18 – «Und keiner ist verantwortlich»; Alex Baur zum Fall Sperisen
Ich dachte immer, in der Schweiz gelte das Prinzip «in dubio pro reo». Die kafkaeske Prozessführung und das haarsträubende Urteil der Genfer Justiz zeigen ein anderes Bild. Und wie reagieren die Medien? Das Interesse hält sich in Grenzen. Wer Polizeichef in Südamerika war, wird wohl schon irgendwie Dreck am Stecken haben. Bei Tamedia reicht’s gerade für einen oberflächlichen «Glanz & Gloria»-Artikel über den unbeirrbaren Staatsanwalt Bertossa. Kritische Fragen stellt nur die Weltwoche – leider. Verbleibt die Hoff ...