Am S-Bahnhof von Rolle bei Nyon gibt es Brombeerstauden und ein etwas baufälliges «Café de la Gare». Man würde nicht vermuten, dass der kleine Flecken das geheime Mekka des französischen Autorenfilms ist, doch die Chefredaktion der Pariser Cahiers du Cinéma tritt regelmässig die Reise in die kleine Waadtländer Gemeinde an. Jean-Luc Godard, Hauptvertreter der Nouvelle Vague, Über-Ich des französischen Kinos, Grossmeister des versponnenen Intellektuellenfilms, empfängt am Genfersee zum Interview. Seit der Regisseur der Kinoklassiker «Le Mépris» und «A bout de souffle» wieder ins Land seiner Kindheit zurückgekehrt ist, liegt der inoffizielle Magnetpol des französischen Autore ...