Den widerlichsten Sonnenuntergang meines Lebens erlebte ich an jenem Ort der Welt, an dem die Sonne am schönsten untergehen soll; auf Santorini, ganz im Nordwesten der Insel, in Oia. Es war Juni, warm, aber noch nicht heiss, der Himmel ein blaues, samtenes Gewand, die Sonne ein Stern aus einer anderen Welt, der die kleine Welt hier, an ihren Rändern zumindest, verzauberte. Den ganzen Tag über war das so, dann kam der Abend, die Sonne begann gerade ihren stets theatralischen und divaesken Abstieg ins Meer, und ein Grossbrand aus Rot verglimmte das Blau.
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