Ruedi Bettschart, passionierter Weintrinker, buchstäblicher Altersgenosse (gleicher Tag, gleiches Jahr) und Verlagspartner von Daniel Keel bei Diogenes, hat eine einfache Faustregel. Er trinkt weisse Burgunder und rote Bordeaux. Immer. Und fast immer die besten. Die leistet er sich, weil er gelegentlich zu sich selbst so grosszügig ist wie zu anderen immer. Die Formel hat ja was, aber natürlich verpasst einer damit einiges. Zuerst natürlich die grossen roten Burgunder und dann die etwas weniger berühmten weissen Bordeaux. Damit meine ich nicht die Ikonen des Sauternes (Yquem), nicht einmal die Stars aus Graves/Pessac-Léognan (Haut-Brion blanc, Smith-Haut-Lafitte, Domaine de Chevali ...