Die Menschen des Melodrams kommen weder mit sich klar noch miteinander, verlieren im götterleeren Himmel die Orientierung und treiben mit ihren besten Möglichkeiten elenden Missbrauch. Der Bedarf nach Rettung ist also riesig, weshalb das Schicksal eingreifen muss, um der Menschen Weh und Ach halbwegs zu kurieren. Es ist der tiefe Riss zwischen Freiheit und Abhängigkeit, der sie straucheln lässt; und ohne Opfer gibt es keine Heilung, ohne Schauder keine Reue, und die weichgespülte Tragödie Melodram wird zum mächtigen Traumgespinst, das auf der Leinwand seine Bildmacht, seine monumentale Magie entfaltet und die Gefühle so zum ÂGlühen bringt, dass die Bilder sich daran Âentzünden. ...