Ich mag mich nicht. Ich empfinde für mich selber nur wenig Sympathie und noch weniger Wertschätzung; ausserdem finde ich mich nicht besonders interessant. Ich kenne meine grundlegenden Charakterzüge seit langem, irgendwann hatte ich sie über. Als Jugendlicher und auch noch als junger Mann sprach ich über mich, ich dachte an mich und war sozusagen von meiner eigenen Person fasziniert; das ist nicht mehr der Fall. Ich habe mich aus meinen Gedanken verabschiedet, und allein die Vorstellung, eine persönliche Begebenheit erzählen zu sollen, verursacht mir einen so lähmenden Überdruss, dass es an Starrsucht grenzt. Wenn ich unausweichlich dazu gezwungen werde, erzähle ich Lügen.
Paradox ...