Niemand hat zurzeit ein so aufregendes Leben wie Sie. In wenigen Tagen sind Sie entweder Bundespräsidentin oder – na, was eigentlich? Nüchtern betrachtet haben Sie keine guten Karten. Im Wahlkampf fürs neue Parlament haben Sie sich mit mehr Verve als jedes andere Regierungsmitglied engagiert. Tapfer lächelnd haben Sie an vielen CVP-Roadshows Stehvermögen demonstriert, wohl um der fatal biederen Zahnbürsteli-Aktion zu etwas Glamour zu verhelfen. Doch Ihr Einsatz blieb erfolglos, obwohl allen klar war, dass Ihr Job vom Resultat des 19. Oktober mitbestimmt sein würde. Damit wurde der CVP-Flop auch zu Ihrer persönlichen Wahlniederlage.
Schlimmer noch ist, dass sich alle politischen Koo ...