Die Familie hat eine wechselhafte Geschichte. Sie war Überlebensgemeinschaft, Ort der patriarchalen Unterdrückung, heute scheint sie eine bedrohte Art zu sein. Denn immer weniger wollen, jedenfalls bei uns, eine gründen. Und deshalb kochen die Mahner ihre Buchstabensuppe, mit unterschiedlichen Absichten. Frank Schirrmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgmeinen, beschwor in «Minimum» die Familie als Ort, wo man den Gemeinsinn lehrt und lernt, der Kommunikationspapst Norbert Bolz als Ort der stärkenden Liebe und jetzt die Literaturkritikerin Iris Radisch als «Gegenmodell zur Allgewalt der Ökonomie und der Beschleunigung» (siehe Artikel: Rettet die Familie). Sie alle haben ein Ziel: ...