Was ist Glück? Nachher weiss man es.» Mit diesem zwiespältigen Aphorismus beginnt Arnold Stadlers Grossroman «Rauschzeit» über die Leidenschaft und ihr Verfalldatum. Schon Martin Walser bescheinigte dem späteren Georg-Büchner-Preisträger, dass es ihm gelinge, mit einem einzigen Satz eine ganze Existenzdimension abzubilden. Die Frage nach dem Glück und der Vergänglichkeit katapultiert den Leser mitten in diese 550 Seiten starke furiose Suche nach der entschwundenen Liebe. Es geht um das verblasste Ehe-, Emotions- und Sexualglück der beiden arrivierten Intellektuellen Alain und Irene. Wir haben den 24. Juni 2004, Stichdatum ...