Es gibt sie noch, die Filme, die sich mit grosser Zärtlichkeit zwischenmenschlichen Beziehungen widmen und dabei einen wundersamen Humor entfalten. Die Französin Julie Bertucelli erzählt in ihrem Spielfilm-Erstling «Depuis qu’Otar est parti» (sie war Assistentin des georgischen Regisseurs Otar Iosseliani) eine Geschichte über die segensreiche Lüge. Drei Frauen leben in einem Häuschen mitten in Tiflis: Grossmutter Eka, Tochter Marina und Enkelin Ada. Die einzige Freude im Dasein bereitet Ekas Sohn Otar, der in Paris lebt und der Mutter regelmässig Briefe und Geld schickt. Drei Generationen im neuen Georgien. Marina, zwar Ingenieurin, lebt von geborgtem Geld und vom Verkauf alter Sa ...