Ich schreibe Ihnen als einigermassen interessierter Theatergänger. Ich halte reichlich wenig davon, wenn Politiker meinen, sich in Spielpläne einmischen zu müssen. Vor allem, wenn ideologische Vorbehalte gleich mit den lieben Steuerzahlern kaschiert werden. Die Autonomie der Kunst vor politischer Einmischung (und Vereinnahmung) ist sehr wohl eine verteidigungswürdige Errungenschaft, freilich hat sich auch Kunst im öffentlichen Raum dem Diskurs zu stellen. Dass leere Theater indessen zu einem Politikum werden können, ist eine andere Frage, aber das war ja bislang nicht Ihr Problem.
Auch «Attabambi-Pornoland», Ihrer neuesten Inszenierung, gingen allerhand Verbotsgelüste voraus. Es wir ...