«Der Fussballfan will keine Unterhaltung», versichert Italiens Torhüter Gigi Buffon, «er will eine Schlacht.» Captain Fabio Cannavaro sagt: «Die Geschichte erinnert sich nur an Sieger.» Trainer Marcello Lippi gesteht: «Meglio stronzi che perdenti.» Lieber ein Arsch als ein Verlierer. Italiens Fussballer waren nie dafür bekannt, das Spektakel anzustreben. Für gelierte Tollen und sexy Surfer-Dresses reichte es zwar allemal, doch ihre Spielweise war alles andere als extravagant. Pragmatisch, abgebrüht, schlitzohrig: Man mochte ihre Art, oder man mochte sie nicht, irgendwie sympathisch waren die Italiener einem aber immer. Sogar mit Claudio Gentile, der Beingrätsche der Weltmeisterm ...