Brigitte Hüsler erinnert sich genau: Die Abtreibung fand an einem Donnerstag statt. Um acht Uhr morgens musste sie beim Arzt erscheinen. Den Eingriff selber hat sie als «faÂbrikmässig» in Erinnerung. Am Nachmittag ging die damals Vierzehnjährige wieder in den Unterricht. «Wer schwanger werden kann, kann auch zur Schule gehen», habe ihr die Mutter mitgeteilt. Schwanger geworden war sie vom Bruder.
Es sei kein einmaliger Missbrauch gewesen, sagt Brigitte Hüsler. «Er schlich jeweils in mein Zimmer, wenn wir alleine zu Hause Âwaren.» Der drei Jahre ältere Bruder habe zwar nie physische Gewalt angewendet, von einvernehmlichem Sex könne aber keine Rede sein. «Er setzte mich unter Dr ...