Es gibt ja Leute, denen gefällt die Vorstellung, der Katholizismus sei etwas ganz Schlimmes. Drollig, aber es ist noch gar nicht so lange her, da zählte ich mich zu diesen Leuten dazu. Das liegt daran, dass ich in dem Leben vor meinem Antikatholikenleben eine von Omma und Mutter verordnete Extremkatholikin war.
Nach Ablegen des einen Extremismus neigen Exextremisten dazu, in die entgegengesetzte Richtung zu extremieren. Man kennt das von neugeborenen Nichtrauchern: Gestern noch aus Überzeugung und mit Genuss eine nach der anderen geschmökt, heute schon als Gesundheitsengel bei Peter Stuyvesant Amok laufen.
Die Gläubigenphase meines Lebens ist fotografisch belegt, die Folgephase nicht. W ...