Sie wollen im Bundesrat mit Ihrer Kollegin Micheline Calmy-Rey eine Abgrenzung in Sachen Kultur vornehmen. Sie können es nicht tolerieren, dass die Kollegin «das Bedürfnis verspürt», wie Sie es diplomatisch formulieren, «Macht über die Kultur zu gewinnen». Ich wünsche viel Glück. Sie kommen nämlich etwas spät. Politik ist weitgehend eine Frage des richtigen Timings. Und Macht etwas, das ergriffen werden will. Ich habe auch gestaunt, als Calmy-Rey die Kultur zum Vektor der Aussenpolitik erklärte und erst noch bestimmte, dass ihre Kulturprojekte sich an der Schweizer Friedenspolitik, der Unterstützung der Menschenrechte und einer Politik der Nachhaltigkeit zu orientieren haben. K ...