Antonia*, heute 24, hätte besser eine Anleitung zum Seitensprung studiert, wie man sie in den Frauenheftchen zuhauf liest. Sie hätte sich, der Justiz und vor allem dem Geliebten viel Mühsal erspart. Mit 19 tat sich die Slowakin mit einem in der Schweiz lebenden Türken zusammen, den sie später heiratete. Eine grossgewachsene Frau mit schönen runden Augen, die Haare für ihren Auftritt vor Gericht von blond auf braun gefärbt, zu einem schulmädchenhaften Rossschwanz gebunden und von Kopf bis Fuss in züchtiges Schwarz gekleidet. Sie jobbte in einer Bar und lernte dort Murad*, den Bruder des Inhabers, kennen. Mit dem Ehemann gab es Probleme, da kam Murad gerade recht. Unzählige Male fei ...