Wenn Sarah Blaffer Hrdy davon spricht, dass zehn Prozent der Kinder nicht von dem Mann stammen, der sich für den Vater hält, gibt sie sogleich Entwarnung: Diese Statistik habe zwar im Westen Furore gemacht, doch gehe es bei diesen «Kuckuckskindern» vor allem um Familien in der Dritten Welt und in den Armenvierteln der USA. Es handelt sich hier um eine Familienform, die man auch schon als «neues Matriarchat» bezeichnet hat und die gemeinhin aus einer Mutter, ihren Kindern, die oft von verschiedenen Vätern stammen, und ebendiesen wechselnden Männern besteht.
Wenn die Lebensbedingungen so prekär sind, dass die meisten Männer kein regelmässiges Einkommen haben, bringt es der Frau näm ...