Dieses Bild ist unser Lieblingsbild, weil ÂAugenwischerei zu den Momenten der Gnade gehört. Denn was wir sehen, ist, was wir sehen wollen: Jacqueline, geborene Bouvier, genannt Jackie. Jung, schön, gebildet, mondän, eine Adelsblüte der amerikanischen Ostküste. Das Collier von aufdringlicher Zurückhaltung, die delikate Schulterpartie freigelegt, das Gesicht eine höfische Bogenarchitektur.
Doch fällt unser Blick tatsächlich als Erstes auf die Frau? Oder ist sie im Grunde bloss ÂStaffage und ein Richtungsschild? Denn unwillkürlich folgt unser Auge ihrer linken Schulter in die Tiefe des Raums hin zu ihm: Kriegsheld und ewiger Sohn, Familienvater und notorischer Fremdgänger, Ideali ...