Mit diesem Programm hatte Silvio Berlusconi nicht gerechnet: Eine hinreissende Frau, rothaarig, mit blauen Südtiroler Gletscheraugen, steigt aus dem Fernsehapparat und fordert «Sua Emittenza» bei den kommenden Europawahlen heraus. Und Lilli (eigentlich Dietlinde) Gruber, «Lilli la Rossa», die Primadonna der Bildschirme, die als erste Frau in Italien eine Newssendung präsentierte, kann den Prestigekampf als Spitzenkandidatin der «Olivenbaum»-Opposition im Wahlkreis Mittelitalien mit der Kapitale Rom laut Umfragen gewinnen. Für Berlusconi, den Erfinder der virtuellen Politik, die von Fernsehbildern lebt, wäre das ein Menetekel: Er, der milliardenschwere Medienzar, der das private Net ...