Sitze hier in Lima fest, totale Ausgangssperre, rien ne vas plus, und das ist kein Spass hier in Peru. Die Strasse gehört, wie zu alten Zeiten, bewaffneten Soldaten, mit denen man sich besser nicht anlegt. Aber es geht mir gut, habe genug zu essen, tolle Nachbarn. Um mich braucht sich keiner Sorgen zu machen. Sorgt euch lieber um die drei Viertel der 32 Millionen Peruaner, die dem sogenannten informellen Sektor angehören. Fast alle haben zwar irgendeine Arbeit, aber eben keine formelle, sie leben mehr oder weniger von der Hand in den Mund. Für sie ist der Lockdown eine existenzielle Katastrophe.
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