Ja, wenn es den Meienberg noch gäbe... Was wäre ihm zur Raubgold-Debatte eingefallen, zum Irak-Krieg, zu Moritz Leuenbergers Rhetorikpreis? Man durfte sich jeweils gründlich ärgern über seine Artikel. Doch stets auf hohem Niveau. Blindwütig war er und hellsichtig. Ein Berserker unter den Journalisten. Links – aber er konnte schreiben. Ein Rüpel mit Herz. In seinem letzten Lebensjahr erschienen noch ein Band mit Liebesgedichten und eine Sammlung kluger Reportagen. Meienberg hat ein weites Feld beackert. Immer alleine. Am einsamsten war er schliesslich im Tod: Mit einem Plastiksack über dem Kopf und Schlafmittel im Blut erstickte er sich am 22. September 1993.
Ein Jahr zuvor wurde Me ...