Literaturkritik im Hysterie-Modus
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Literaturkritik im Hysterie-Modus
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Debatte

Literaturkritik im Hysterie-Modus

Takis Würger schrieb einen berührenden Roman über Berlin im Krieg. Nun tönt es in den Feuilletons, als sei «Mein Kampf» neu aufgelegt worden. Das Buch sei ein «Vergehen», ein «Machwerk übelster Sorte». Was ist passiert?
Der Applaus war lang und freundlich, als Takis Würger vergangene Woche seine Lesung in Ravensburg beendete. Der Autor mit den sanften Gesichtszügen, der Wuschelfrisur und der lieblichen Stimme hatte das Publikum im ausverkauften Saal sichtlich betört. Hätte der Moderator den Schriftsteller nicht darauf angesprochen, nichts hätte darauf hingedeutet, dass es hier um einen Roman ging, der in den deutschsprachigen Zeitungen einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte, wie es ihn noch selten gegeben hat. Literaturkritik im Hysteri ...
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