So kann man sich täuschen. Ein Wein für vierzehn müde Fränkli, da kann ich noch so viel besseres Wissen mobilisieren, ist für mich erst mal ein «Alltagswein». Sozusagen das tägliche Brot im Glas. «Château Schüttmann» nannten wir das verächtlich, bevor wir die schöne Alltäglichkeit so richtig schätzen lernten im pompösen Aufmarsch der olympischen Berühmtheiten aller Appellationen. Das Motto des Barons de Coubertin ist ja nicht schlecht geeignet für die Richtung, in die sich das Weinwesen zeitweise entwickelte: «Citius, altius, fortius.» Schneller (die Trinkbarkeit), höher (der Alkoholgehalt), stärker (die Konzentration). Zwar verkündet jetzt jedermann, die Wende habe l ...