In der Schweiz und im Westen dominieren in der Auseinandersetzung mit Chinas Jahrhundertprojekt der Neuen Seidenstrasse die Befürchtungen und das Misstrauen. Die Neuauflage der antiken Handelsroute gilt als Teil einer globalen Strategie der Parteiführung Chinas, als Weg zur Welteroberung, als Fluch und Fessel für die involvierten Staaten. So ist es nicht. So mächtig will China und kann China nicht werden. Worum geht es, nüchtern betrachtet? Im Jahr 2013 legte Staatspräsident Xi Jinping die Basis für eine intensivere Zusammenarbeit mit zentralasiatischen Ländern entlang der alten Seidenstrasse. Seither hat China rund hundert Absichtserklärungen mit ...