Geht es um das Thema Transparenz, sind die Rollen von Gut und Böse klar verteilt. Wer dafür ist, gehört zu den Guten, wer dagegen ist, hat offenbar etwas zu verbergen. So gelten etwa all jene, die noch zum Bankgeheimnis stehen, schnell einmal als Steuerhinterzieher – wer auf finanzieller Privatsphäre beharrt, macht sich heutzutage bereits verdächtig. Auch in der Politik scheint volle Transparenz das Gebot der Stunde zu sein. Dass ein Gutteil der eidgenössischen Parlamentarier in Verwaltungsräten oder Verbänden Einsitz nimmt, Pöstchen aneinanderreiht und dafür stattlich entschädigt wird, sorgt derzeit für Schlagzeilen, auch in ...