Antony Beevor hat schlaflose Nächte. Seine Schlafstörung, erzählt er am Telefon, ereile ihn jeweils während intensiver ForschungsÂperioden oder wenn er sich darauf vorbereite, über die verstörendsten Aspekte des Krieges zu schreiben. «Natürlich darfst du schreckliche Ereignisse nicht direkt an dich ranlassen, weil du die Fakten korrekt haben musst. Aber ein paar Nächte später holt es dich ein. Dann wachst du plötzlich schweissgebadet auf.»
Beevors Metier ist von der düsteren Sorte. Er ist Kriegshistoriker und zählt weltweit zu den Besten seiner Zunft. Seine Geschichte über die Schlacht von Stalingrad, welche ihm 1998 internationalen Ruhm eingebracht hat, beschreibt eine der ...