Wie die meisten Dichter schrieb auch Louise Glück über die Sterblichkeit: «Endlich umfing mich die Nacht; ​/ ​ich schwebte auf ihr, vielleicht in ihr, ​/ ​oder sie trug mich, wie ein Fluss ​/ ​ein Boot trägt, und ​/ ​wirbelte gleichzeitig über mir, ​/ ​mit Sternen übersät und dennoch finster.» Wird das Sterben auch ein ekstatisches Aufsteigen sein wie im Gedicht «Mitternacht»? Der Moment wurde lange erwartet. Die Dunkelheit glitzert mit Sternen – und ist «dennoch finster». Selbst ihre strahlendsten Visionen sind vorsichtig, düster, offen.
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