Luc Bondy (1948–2015) — Er war ein Wunderkind und ein Liebling der Götter, ein Flattergeist des Theaters in Oper und Schauspiel. 1948 in Zürich geboren, aufgewachsen in französischen Internaten, besucht er in Paris die Theaterschule von Jacques Lecoq. Bald beginnt er mit ersten Inszenierungen. Schon 1973 gelingt ihm in Darmstadt ein Theaterwunder: Er inszeniert Goethes berüchtigte Ménage-a-trois («Stella») mit mehrern Schlüssen – die perfekte Dreierbeziehung. Es ist eine Meisterwerk an Menschenführung und perfekter Lichtregie. Zweisprachig aufgewachsen, gelingt es ihm, 1984 in Paris für Schnitzlers «Das weite Land» Michel Piccoli als Hauptdarsteller zu gewinnen. D ...