Die ganze Nation betrauert das Aus für die Schweizer Fussballnati an der WM. Nur Peter Schellenberg, ehemaliger Direktor des Schweizer Fernsehens, lamentiert lieber über das Aus von «Lüthi und Blanc». Siebeneinhalb Jahre versendete SF DRS die Saga einer Schoggidynastie, und man wird diese Soap dereinst als soziologischen Steinbruch benutzen, um der Frage nachzugehen, wie sich linke Medienschaffende die Welt und das Wohl der Gesellschaft ausmalten. «Lüthi und Blanc» ist 68er Kitsch pur: so bünzlig und verklemmt wie die von denselben geschmähten 1950er Jahre.
Schellenberg macht aus der Absetzung eine politische, ja sogar eine moralische Frage. Seiner Nachfolgerin, Ingrid Deltenre, ...