Künstler, sagt man, sind Menschen, die Kinder geblieben sind, die sich – laut Schiller – die Träume ihrer Jugend bewahrt haben. Sie sind kindlich, zuweilen auch kindisch; spielen Indianer, Räuber und Gendarm, träumen von der Liebe und einem Never-Neverland. Ein solcher Peter Pan ist Wes Anderson, 43, dessen filmisches Universum («The Darjeeling Limited») sich vom konventionellen hollywoodschen Bildgut erheblich unterscheidet. Er liebt es, mit feixendem Vergnügen auszubüxen, in vergangene Zeiten (in die sechziger Jahre) und zu exzentrischen Gruppen («The Royal Tenenbaums»). Wes’ Filme sind mit den bizarren Figuren-, Bild- und Farbkonstellationen aufs Schönste absurd.
Sein ...